| Brenda Roberts |
Ein Handbuch für die Entwicklung einer Ausdrucksvollen Stimme - II. AtemtechnikDie Muskeln der “epigastrium” (die Muskeln um die Magengegend) müssen nach außen gedehnt werden und, in die andere Richtung, gleichzeitig den Rücken nach außen dehnen, so daß ein Zustand des “Counterpressures” erzeugt wird. Denken Sie, “Pressure” heißt nicht Überspannung in negativem Sinn, sondern eine Stärke wie eine sportliche Aktivität. Diese Aktivität ist mit Leistungssport zu vergleichen - mehr als der normale Mensch auf der Straße für ein normales Leben braucht. Eine starke, aktive Dehnung des Epigastriums und Rückens führt zu einer totalen Entlastung des Hals-, Rachen- und Unterkiefer-Bereiches. Eine starker, korrekt gestützter Körper führt nicht zu einer verspannten Stimme - ganz im Gegenteil - nur dann kann die Stimme total entlastet sein. Je größer die Entfernung vom Epigastrium vorne zu dem Rücken hinten, desto größer und freier die Stimme. Je mehr Körperstärke desto mehr Lockerheit (nicht andersrum wie manche Lehrer glauben). Je mehr Körperstärke, desto größer wird der Ton ohne zu forcieren. Wenn der Körper mit Vitalität und Energie nicht involviert wird, wird der Hals und der Zungengrund diese Aufgabe übernehmen und das bedeutet: die Stimme wird kollabieren und beschädigt werden. Die “Stütze” ist eine Dehnung nach außen in allen Richtungen (außer Abdomen) - hauptsächlich vorne und hinten. Der Abdomen wird eingezogen, nicht nach außen noch nach unten gedehnt. Der eingezogene Abdomen unterstützt die Rückendehnung und dient einer optimalen Körperhaltung. (Denken Sie wieder an die Ballett-Tänzerin.) Man schöpft Kraft aus dem Rücken. Man erreicht auch einen weichen Stimmansatz dadurch. Man kann keine gute Körperhaltung behalten und den Unterbauch hinausstrecken! Author and date: Brenda Roberts (2009-02-25)
Ein Handbuch für die Entwicklung einer Ausdrucksvollen Stimme - III. Inhalare la voceDas Gefühl die Töne zu inhalieren unterstützt die Atemtechnik, in dem man mit dem Körper - und nicht mit dem Hals (was dann Spannungen erzeugt) - die Luft zurückhält. Lamperti hielt inhalare la voce für äußerst wichtig. Wenn man nicht ans “inhalieren” denkt, singt man mit Luft in der Stimme und erzeugt Spannungen, weil die stark, gedehnte Körperaktivität nicht mehr gehalten werden kann. Es ist das Gefühl, dass der Ton zu einem kommt und nicht nach außen geblasen wird. Dieses Gefühl finden im oberen Kopfbereich statt - es ist IMMER IN BEWEGUNG. Oft spricht man falscher Weise vom “eintrinken” oder “einsaugen”. Diese Vorstellungen führen tatsächlich zu Verspannungen, weil man das Gefühl im Mundbereich oder im unteren Halsbereich suchen wird. Oft entstehen hier Missverständnisse. Author and date: Brenda Roberts (2009-02-07)
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